Newsarchiv 2011
28.03.2011Insgesamt positive Entwicklung
Jetzt steht die Zahl für 2010 fest. Laut Statistischen Bundesamt ist die Zahl mit 32000 Firmenpleiten gegenüber 2009 um 2,1% zurückgegangen.
Die Unternehmen profitieren deutlich von der Konjunkturerholung nach der größten Wirtschaftskrise seit ca. 60 Jahren.Bei einigen Privatverbrauchern kommt dies aber nur mit Verzögerung an, denn die Verbraucherinsolvenzen mit 108798 stiegen 2010 um 7,6%. Lt. BDIU bringt der Aufschwung auch eine bessere Zahlungsmoral sowohl bei Unternehmen als auch bei Privatleuten. Eine Ausnahme macht hier nach wie vor die öffentliche Hand.
Der Verband der Insolvenzverwalter (VID) erklärte der Presse, dass zwar seit Mitte 2010 die Firmenpleiten kontinuierlich rückläufig seien, jedoch warnt zugleich, dass die Krise noch nicht ganz ausgestanden sei. Ein großer Unsicherheitsfaktor seien für viele der produzierenden Unternehmen die derzeit stark schwankenden Rohstoffpreise.Keiner kann die Folgen der Fukushima-Katastrophe und des Libyen-Krieges auf die Weltwirtschaft einschätzen.
Quelle: destatis
19.05.2011Gute Zahlungsmoral
Die Frühjahrumfrage beim BDIU hat es nun bestätigt: Die Zahlungsmoral ist heute so gut wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Das hört sich doch gut an. Dieser Trend zeigt sich aber nicht überall. So zahlen die Kommunen immer schlechter, denn dort verursachen die fehlenden Steuern aus der Krisenzeit noch große Kassenlöcher. Dies verleitet viele Behörden dazu, Zahlungsziele zu überschreiten und ihre eigenen Liquiditätsprobleme auf die Gläubiger abzuwälzen.
Die Prognose für Unternehmensinsolvenzen bleibt weiterhin positiv, nämlich, dass die Zahl in diesem Jahr voraussichtlich weiter zurückgehen wird. Leider wird aber bei den Verbrauchern weiterhin mit zahlreichen Insolvenzen gerechnet. Viele Verbraucher haben offensichtlich nach dem Ende der Wirtschaftskrise den Anschluss an die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung bislang nicht geschafft. Die finanziellen Einbußen durch erlittene Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit wirken bis heute nach. Es bleibt zu hoffen, dass die erfreulichen Konjunkturdaten sich auch auf die Verbraucher positiv auswirken werden durch stabile und neue geschaffene Arbeitsplätze.
Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger tritt für eine Reform der Verbraucherinsolvenz ein. Die Zeit bis zur Restschuldbefreiung soll sich von bisher 6 auf 3 Jahre dann halbieren. Dafür sollen Schuldner jedoch ihre Gläubiger zu mindestens 25 Prozent befriedigen. Dieser Vorschlag wird kontrovers derzeit noch diskutiert. Wir sind gespannt, welches Endergebnis präsentiert wird.
Quelle: BDIU
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